Déjà-vu.

Na ihr da draußen?

Der Grund warum ich nicht schreibe ist sehr einfach. Ich kann nicht, es ist mir unangenehm. Außerdem müsste ich euch dann gestehen wie es mir geht. Und will ich das? Wenn ich es aufschreibe, muss ich es auch mir selbst gegenüber eingesehen.

Doch das sollte ich. Vielleicht hilft das ja.

Es wird schlimmer. Tag für Tag macht sich dieses Gefühl in mir etwas mehr breit, nicht bereit so einfach zu verschwinden.
Ich kann es nicht beschreiben.
Ich liebe diesen Ort, hier bin ich aufgewachsen und ich bin gerne hier. Doch irgendetwas fehlt. Vielleicht schon immer, vielleicht bemerke ich es erst jetzt, oder es fehlt erst seit kurzem.
Aber ich fühle mir alleine. Die einzige Person mit der ich reden will lebt 1600 Kilometer von mir entfernt.

Aber ich muss reden. Mir irgendwem, doch meine Freunde scheinen nicht die Richtigen zu sein. Nichts scheint mehr richtig zu sein.

Ich ertrage es nicht mehr. Ich werde verrückt bei dem Gedanken daran jeden Tag das gleiche zu tun. Tag ein, Tag aus.
Drastisch formuliert: Ich habe das Gefühl die Freude am Leben zu verlieren. Alles ist gleich, langweilig, grau. Oder bin das ich?

Ich fühle mich in meiner Haut nicht mehr wohl, die alten Gedanken kehren zurück und ich bin bereit nachzugeben. Kalorien hier, Kalorien da.

Manchmal wünschte ich einfach in einer Bücherwelt zu leben, ganz woanders als hier. Vielleicht bin ich ja nicht für ein Leben auf der Welt geschaffen?
Es fällt mir alles so schwer im Moment.

Und deshalb schreibe ich nicht mehr. Denn es sind jeden Tag die gleichen Gedanken die mich quälen.
Und ich kann nicht mehr. Ich will nicht dass alles wieder von vorne anfängt, doch es kommt einfach von alleine.
Ich hatte immer das Gefühl alles im Griff zu haben, auch in den schlimmsten Zeiten wusste ich doch was ich tat, jedenfalls war ich der Meinung.
Aber dieses Mal kann ich nichts dagegen tun. Und ich bin es so leid. Ich bin all das so leid. Ich will nicht immer dagegen ankämpfen, gegen meine eigenen Gedanken bin ich machtlos.
Und es ist mir unangenehm das zuzugeben, denn ihr werdet wahrscheinlich von mir enttäuscht sein.
Aber ich weiß ehrlich nicht wie ich irgendetwas an dieser Situation ändern kann.
Mein Vorrat an Energie ist aufgebraucht und noch einmal schaffe ich das alles nicht.
Und wofür? Wenn dieser Teil in mir doch nie erlischt.

2 Kommentare 7.9.15 17:23, kommentieren

Lebenszeichen

Ich war am Ende. Ganz unten. Den Kopf über der Kloschlüssel, nur noch verschwommene Erinnerungen. Warum war es mir peinlich?
Ich glaube ich habe noch nie so sehr geheult vor einem anderen Menschen.
Ein wahrer Freund. Von dem ich schon der Meinung gewesen war, dass er sich von mir entfernt hätte. Aber das stimmte nicht. Denn er war es, der stundenlang neben mir saß bzw. lag und mich immer wieder wach gehalten hat, damit ich nicht im Schlaf ersticke.
Es ist mir unangenehm darüber zu schreiben geschweige denn mit jemandem über den Abend zu reden.
Es war ein Fehler. Ich hab mich überschätzt. Ich war eh schon angeschlagen, leicht krank, es war heiß draußen, wir haben gefeiert. Aber dieser Abend hätte für mich auch ganz anders enden können.

Toller Start in die Sommerferien. 

Aber gut. Ich kanns nicht mehr rückgängig machen. Es ist nochmal gut ausgegangen. Und ich hab daraus gelernt.

Außerdem hatte ich zwei geniale Wochen. Ein Pflegepferd. Eine unglaubliche Bindung. 
Samstag fliege ich für drei Wochen in den Urlaub. Wird bestimmt auch nicht schlecht. 

Aber kennt ihr dieses Gefühl leer zu sein? 

Ich habe Angst. Angst vor dem älter werden. Bald hab ich Geburtstag. Dann ist es nicht mehr lange und ich hab die elfte Klasse abgeschlossen, dann die Zwölfte, dann bin ich volljährig und das  heißt mit Uni oder Ausbildung weiter machen. Vielleicht weg ziehen. Alleine in eine Wohnung. Erwachsen werden.
Nein.
Früher wollte man immer älter werden. Jetzt ist es umgekehrt.

Was ist das hier nur für ein Post? Grauenhaft. Ich werde ihn nur abschicken, damit ihr mal wieder ein Lebenszeichen von mir habt.

Ja, es gibt mich noch.
Auch wenn ich langsam wieder einen Schritt rückwärts gehe.
In einem Moment esse ich unbeschwert, sehe mich im Spiegel an und bin zufrieden, im nächsten Moment, wie jetzt gerade, hasse ich mein Äußeres.

Ich bin fett.
Nein.
Ich bin gesund.
Falsch.
Ich bin hässlich.

In mir drinnen tobt ein Sturm und ich weiß noch nicht wer gewinnen wird.
Ich wiege 45 Kilo. Hat mich sehr gefreut, fühle mich nämlich wie 100. Quasi. Ich übertreibe etwas, sorry, bin irgendwie gerade verwirrt.
Abnehmen? Nein. Ja. Nicht. Los. Tu es. Nicht.

Irgendwie wird es schon weiter gehen.  

Der Post wird immer schlimmer. Fast so chaotisch wie meine Gedanken.

Falls ihr bis hier durchgehalten habt: Respekt.
Und danke <3
Tut gut wieder da zu sein.  

2 Kommentare 28.7.15 17:38, kommentieren

Lebensgefühl?

Und da melde ich mich wieder.

Es ist unglaublich, eben war ich noch schlecht drauf, dann plötzlich traurig und jetzt wieder glücklich und motiviert. Liegt wohl an dieser krassen Filmmusik die ich gerade höre ^^

Auf jeden Fall muss ich dringend wieder schreiben. In meinem Kopf schwirren die Gedanken nur so herum und ich spüre diese Nervosität in meinen Fingern weil ich nicht so schnell tippen wie denken kann. 

Morgen fahr ich auf Klassenfahrt nach Südengland. Noch hab ich das Gefühl es wird wirklich scheiße. Ich kann meine Klassenlehrerin einfach nicht ab und um die Dinge aufzuzählen die mich an ihr nerven müsste dieser Eintrag wohl alle Rekorde sprengen. (Ok, ich übertreibe etwas.) 

Ich darf nur Handgepäck mitnehmen und vor mir liegt gerade ein kleiner Koffer und ich weiß dass ich einfach nur am Arsch bin :'D Wie soll ich das da alles nur rein bekommen?

Aber eigentlich wollte ich gar nicht darüber schreiben.
Es geht um mein neues "Projekt". Falsch. Es geht um mein neues Leben. 
Denn merkwürdigerweise hat sich etwas in mir verändert in letzter Zeit. Klar, ich hab irgendwie gerade Stress mit meinem Körper, will wieder abnehmen aber damit will ich euch jetzt nicht langweilen. 
Vielmehr geht es jetzt darum, dass ich mein Leben lebe. Ich hab so viel Zeit mit Abnehmen, trauern und rumsitzen verbracht. Aber es ist mir klar geworden dass ich nur einmal jung bin. Ich weiß nicht ob es ein Leben nach dem Tod gibt, ich weiß nur eins:

Ich will auf meinem Sterbebett sagen können, dass ich nichts bereue und alles getan habe was ich in meinem Leben tun wollte.

Vielleicht bin ich in einem Jahr tot. Vielleicht auch erst in 70 Jahren, wer weiß das schon? Aber ich will meine Zeit nicht damit verschwenden darüber nachzudenken, ich will einfach leben. Ich will spüren was es heißt zu lieben, glücklich zu sein und zu sich selbst zu finden.

Man hat nur diese eine Chance.

Und entweder man nutzt sie oder nicht. Also nutzt sie.  

Es ist mir egal geworden was andere denken.
Meine Freundinnen sind zum Beispiel extrem Anti-Alkohol, Anti-Rauchen, Anti-Kiffen. Ich nicht. Und ich muss aufhören nur dass zu tun was andere von mir sehen wollen.
Ich will diese Erfahrungen machen, ich will nicht immer vernünftig sein.
Ich trinke und rauche ab und zu, und?
Vielleicht sind diese Erfahrungen für manche nicht erstrebenswert.
Aber wenn man einmal dem Tod nahe war, und gedanklich war ich schon mehrmals mehr tot als lebendig, dann glaube ich kann man entweder wieder aufstehen oder liegen bleiben. Aber wenn man aufsteht, dann sieht man viel mehr als beim liegen.

Bleibt nicht liegen und kämpft!

Es wird sich lohnen. 

Und selbst wenn ich mich verändert habe, selbst wenn ich früher gesagt hatte rauchen sei dumm, selbst wenn ich früher geschworen hab niemals zu trinken. Man verändert sich im Leben. Das Leben verändert einen.
Und das ist ok.

 

Und diese Musik motiviert mich so verdammt. https://www.youtube.com/watch?v=cs0rCxizB5A

Ich habe eine Liste angefangen. Was ich tun will bevor ich sterbe. 

 

1 Kommentar 6.6.15 15:17, kommentieren

Zurück aus Irland

Hey,

Ich bin seit gestern Abend zurück.
Es war wirklich klasse in Irland. Wir hatten bis auf Freitag nur Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad was für Irland schon seehr viel ist.
Englisch-Kurse waren super und Reiten noch besser.
Ich hab mich in mein kleines Pony verliebt ^^
Rosy, so heißt die Gute die ich eine Woche geritten bin. Klein aber fein.
Am Freitag haben wir ein internes Turnier gemacht, nur zum Spaß, aber das lief richtig gut. Wir sind bei den "großen" Pferden mit gesprungen und mein Pony ist eine echte Kämpferin.

Wir waren nur 13 Schülerinnen und die Gruppe war echt klasse, wir sind alle irgendwie in der kurzen Zeit zusammengewachsen und es gab viele Tränen am Flughafen. 

Der Abschied fiel wie immer schwer aber ich gehe mit einem guten Gefühl nach Hause.
Und obwohl ich morgen wieder zu Schule muss geht es mir auf jeden Fall besser als vor dem Austausch.
Das nur als abschließendes Wort nachdem ich wieder da bin. 

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag und viel Kraft für die kommende Woche.
Never give up! 

2 Kommentare 26.4.15 12:02, kommentieren